Die Liebfrauenkirche im Idsteiner Ortsteil Oberauroff ist älteste Kirche im Raum Idstein und trägt das internationale Schutzzeichen für die Kennzeichnung von Kulturgut nach der Haager Konvention.
Das Kirchenschiff ist romanischen Baustils, der sich anschließende Chor entspricht der Spätgotik. Das Dach ist als verschiefertes Walmdach ausgeführt. Über dem nach Westen ausgerichteten Eingang findet sich der Glockenturm mit einer Zwiebelhaube. Der Chor ist mit einem Drei-Achtel-Schluss ausgeführt. Er weist ebenfalls ein Walmdach auf. Deutlich zeichnen sich außen die Pfeiler ab, die jeweils mit einem Satteldach abschließen. Die Außenansicht des Chores wird hierdurch klar gegliedert.
An Stelle der Liebfrauenkirche stand 1160 eine Kapelle. Sie war Teil einer Villa Urefo, die Erzbischof Arnold von Mainz dem Benediktinerkloster Schlüchtern abkaufte. Eine einfach bauliche Beschreibung dieser Kapelle wird 1215 angefertigt. Für 1360 ist diese Kapelle erstmals als Pfarrkirche belegt.
Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Chor mit der Sakristei angefügt. Die Giebeltürmchen stammen von 1634. Im 17. Jahrhundert wurde der Glockenturm aufgesetzt. Im Rahmen einer Sanierung von 1955 bis 1957 stürzte eine Gewölbekappe im Chor ein, was unter anderem die Zerstörung der im Chor aufgestellten Orgel des 18. Jahrhunderts zur Folge hatte.
1963/64 wurde der Innenraum wieder hergestellt.
AKTUELL - LIEBFRAUENKIRCHE IDSTEIN

NEUGESTALTUNG DER KIRCHENFENSTER
Wir führen die künstlerischen Glasgestaltungen nach Entwürfen von Jochem Poensgen aus verschiedenfarbigen Echt-Antikgläsern in filigraner Verbleiung mit Silbergelbapplikationen aus. Zusätzlich werden 271 mundgeblasene Mondscheiben der Glashütte Waldsassen eingearbeitet.
Blau, das wird die Hauptfarbe der drei Chorfenster sein, als Gegensatz zum Rot des Sandsteines.
Die neuen Fenster werden einen Akzent in der Längsachse setzen und damit den Chorraum optisch näher an den Kirchenraum bringen.
Goldene Elemente werden den Fenstern zudem noch einen diagonalen Bewegungsablauf verleihen. Diese Elemente werden sich auch in den Seitenfenstern des Kirchenschiffes wiederfinden. Jochem Poensgen hat bei seinem Entwurf die ursprüngliche Optik der runden Bleiverglasung beibehalten.








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